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Sein und Nichtsein
Felix Fink BoD, Norderstedt, 2001 ISBN 3-8311-2590-2
411 Seiten, bestellbar in allen guten herkömmlichen oder Internet-Buchandlungen.
Wie fühlt sich ein Junge, der in einem Mädchenkörper leben muß? Felix hat es ausprobiert. Natürlich nicht freiwillig. Er ist transsexuell.
An sich klingt dieser Zustand zwar wie ein Abenteuer oder Märchen, aber für Menschen, die unter dieser Identitätsstörung leiden, ist es bittere Realität. Die Betroffenen fühlen sich alles andere als wohl in ihrer Rolle, denn sie werden von ihren Mitmenschen nicht so anerkannt, wie sie wirklich sind.
In diesem Buch erzählt Felix, ein junger Frau-zu-Mann-Transsexueller, der dies alles viele Jahre lang erleben mußte, von seinen Erfahrungen. Nach einer Jugend voller frust beschließt er kurz nach seinem 16. Geburtstag, sich operieren zu lassen. Damit beginnt sein langer, mühevoller Weg auf der Suche nach Harmonie zwischen Körper und Seele.
über den Inhalt
Das Schlagwort „Transsexualismus“ ist durch die Medien relativ bekannt und wird auch von vielen benutzt, aber was sich genau dahinter verbirgt, wissen die wenigsten.
Kein Wunder - was die Medien in den letzten Jahrzehnten zu dem Thema verbreitet hatten, war zum größten Teil sensationslüstern oder einfach nur zu oberflächlich. Durch so etwas bauen sich schnell Vorurteile auf. Da sich der Begriff „Transidentität“ noch nicht durchgesetzt hat, werden die Transsexuellen schon allein durch den Wortbestandteil „-sexualität“ in Richtung Perversion und Rotlichtmilieu vermutet. Viele Ottonormalverbraucher halten Transsexuelle für ausgerastete Tunten, die sich auch noch operieren lassen wollen. Leider haben ausgerechnet mehrer solcher Transsexueller, die (aus individuellen Gründen!) tatsächlich in diesem Milieu gelandet sind oder auf der Suche nach sich selbst z.B. unter anderem das Homosexuellen-Milieu durchwandert haben (um dann festzustellen, dass es etwas anderes sein musste), ihre Biografie veröffentlicht und damit zur allgemeinen Verwirrung beigetragen.
Die breite Masse der unauffälligen Transsexuellen dagegen will einfach nur ein möglichst normales Leben in ihrem seelischen Geschlecht führen.
Da es mehr Transsexuelle gibt als manche denken (einige haben ja das Glück, unauffällig auszusehen), ist es sinnvoll, wenn „Normale“ einmal erfahren, wie ein Transsexueller fühlt und denkt und welche Schwierigkeiten er im Alltag hat. Nur durch solche Informationen können die Nichtbetroffenen mehr Verständnis für ihre Mitmenschen gewinnen. Das Thema Transsexualität gehört im heutigen Zeitalter der Informationsgesellschaft zur sozialen Allgemeinbildung.
Dieses Buch soll in erster Linie Aufklärungsarbeit leisten und den Horizont der Lesenden erweitern. Aber nicht als trockenes psychologisches Fachbuch. Hier kommt ein Betroffener zu Wort und berichtet von seinen Erfahrungen und Alltagserlebnissen. Und zwar ein Junge/Mann, der mit weiblichem Körper geboren wurde - das gibt´s auch!.
Das Buch soll keinen Sensationscharakter haben, sondern soll in erster Linie klarmachen, daß es hier um einen Menschen geht, der trotz seiner Andersartigkeit normal ist und normal sein will.
mehr Informationen unter
http://www.geocities.com/uf12714/seinundnichtsein.html |
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