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Das dänische Mädchen
David Ebershoff Goldmann, München, 2000 ISBN 3-442-30843-7
aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz
Die amerikanische Malerin Greta Waud führt mit ihrem Mann, dem dänischen Landschaftsmaler Einar Wegener, ein bewegtes Künstlerleben im Kopenhagen der zwanziger Jahre: Ausstellungen, Bälle und lange Abende in den Cafés an den Kanälen - die beiden geniessen die Möglichkeiten, die ihnen die pulsierende Stadt bietet.
Seit sechs Jahren führen sie eine glückliche Ehe, doch dann kommt jener Nachmittag im April, der ihr Leben für immer verändert. Denn als Gretas Modell, eine bekannte Opernsängerin, verhindert ist, bittet sie ihren Mann, einzuspringen und sich von ihr in einem Kleid malen zu lassen. Die Verwandlung ist verblüffend - denn sie fördert eine ungekannte weibliche Seite in Einar zu Tage. Noch ahnen die beiden nicht, dass diese schöne junge Frau, die sie ersonnen haben und die Greta spontan "Lili" nennt, bald häufig zu Gast bei ihnen sein wird. Denn Einar treibt das faszinierende Spiel mit seinem alter ego so weit voran, dass er sich Lili immer mehr überlässt - bis zu dem Tag, an dem er einen gewagten Entschluss fasst, um endlich die Frau sein zu können, als die er sich lange schon fühlt. Zu allem bereit fährt Einar nach Dresden, in die Klinik eines überühmten Arztes, der ihm in einer riskanten Operation zu seiner wahren Identität verhelfen will.
Kopenhagen, Paris und Dresden sind die Schauplätze dieses faszinierenden Romans, der auf einfühlsame Weise ein spektakuläres, für seine Zeit unerhörtes Schicksal nachzeichnet. Und gleichzeitig entfaltet sich die Geschichte einer einzigartigen Liebe, die plötzlich vor die frage gestellt wird: Was tut man, wenn der Mensch, den man liebt, auf einmal ein ganz anderer ist?
David Ebershoff, geboren 1969 in Pasadena, Kalifornien, studierte in Chicago und Tokio. Heute lebt er in New York.
Durch Zufall entdeckte David Ebershoff in einem Buch einen kurzen Abschnitt über Einar Wegener, den Mann, der sich als Erster einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hatte. Bei weiteren Nachforschungen stiess er auf die Tagebücher von Lili Elbe alias Einar Wegener, die kurz nach ihrem Tod, 1933, veröffentlicht worden waren. Diese Aufzeichnungen sind der Schlüssel zu David Ebershoffs erstem Roman, der in elf Ländern verkauft wurde und in den Medien einen Sturm der Begeisterung auslöste. |
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