Pink Cross vom 5. April 2001

Genfer Partnerschaftsmodell

Die Lesbenorganisation Schweiz LOS und die schweizerische Schwulen-Organisation PINK CROSS nehmen befriedigt zur Kenntnis, dass das EDU-Referendum gegen das Genfer Partnerschaftsmodell gescheitert ist. Mit dem sogenannten Genfer PaCS können sich erstmals in der Schweiz auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften eintragen lassen.

Das Genfer Kantonsparlament hatte der Mini-Lösung für Konkubinatspaare am 15. Februar zugestimmt. Die Eidgenössische Demokratische Union (EDU) ergriff darauf das Referendum. Es ist ihr jedoch bei weitem nicht gelungen, innert der frist von 40 Tagen die erforderlichen 7'000 Unterschriften zu sammeln. Der Genfer Partnerschaftsregelung steht nun nichts mehr im Weg.

Ein Signal auf Bundesebene

Die Zustimmung im Genfer Grossen Rat und das Scheitern des Referendums zeigen, dass die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in der Schweiz mehrheitsfähig ist. Der PaCS steht damit nicht nur für einen Sieg der Kräfte der öffnung auf Kantonsebene, er ist auch ein wichtiges Signal an das Bundesamt für Justiz, das zurzeit im Auftrag des Bundesrates eine gesetzliche Regelung für gleichgeschlechtliche Partnerschaften erarbeitet. für eine nationale Lösung erwarten PINK CROSS und LOS allerdings die Erfüllung ihrer Forderung nach gleichen Rechten, d.h. eine Regelung, welche gleichgeschlechtliche Paare Ehepaaren gleichstellt.

PINK CROSS, 5. April 2001

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