Mit 14 ein Mädchen,
mit 16 ein junger Mann
Sam Zoltens beeindruckende Studie "Just call me Kade"
Dieses Mädchen wollte schon immer keines sein: Kate trägt
kurze Haare, spielt leidenschaftlich gern Fussball und
orientiert sich auch sonst mehr an Jungen als an ihrer älteren
Schwester. Fotos belegen das, auch Ausschnitte aus Videofilmen.
Und dann kommt Kate selber zu Wort. Als 14jährige spricht
sie dem Dokumentarfilmer Sam Zolten in die Kamera - offen, wortgewandt
und vor allem kompetent informiert sie über das, was sie
mit Hilfe der Medizin erreichen will: eine Geschlechtsumwandlung!
Mit "Just call me Kade" schuf der US-Regisseur Zolten
eine beeindruckende Studie über einen Menschen, der in
einen falschen Körper hineingeboren wurde. Die Probleme
fangen mit der Pubertät an. Menstruation und die Ausbildung
weiblicher Formen stürzen Kate in tiefe Depressionen. Vermutungen,
sie sei homosexuell, weist sie von sich. Klar wünscht sie
sich eine freundin - aber ist das nicht normal für einen
Jungen?
Vor der Kamera kommen auch Angehörige und freunde von
Kate zu Wort: ihre Grossmutter und ihre Schwester, die
unter dem Anderssein des Teenagers leiden; die Fussballfreunde,
die Kate als ihresgleichen akzeptieren; nicht zuletzt die Mutter,
die das Leiden ihrer Tochter ernst nimmt und nach vielen Gesprächen
mit ärzten dafr sorgt, dass Kate mit Hilfe von
Testosteron-Spritzen langsam in einen Männerkörper
hineinwachsen kann.
So wird aus Kate Kade. Ein Zeitsprung zeigt den 16jährigen
bei der Rasur, auf der Highschool, zusammen mit seiner freundin.
Kade ist glücklich. Zolten: "Da sieht man, was Liebe
in der Familie für einen Menschen bedeuten kann."
(Smi)
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