erschienen im der NZZ 'ZEITfrAGEN' vom 22. Januar 2000

Die Männer frdern - oder doch die Frauen?

Ursachen und Auswirkungen des zunehmenden Erfolgs der Frauen im hheren Bildungswesen

Von Ccile Ernst*

Im Jahr 1997/98 gab es in der Schweiz 93 388 Studierende an Universitten und Polytechniken; davon waren 43,2 Prozent Frauen. Am Ende des Zweiten Weltkrieges lag deren Anteil noch bei 12,2 Prozent. Frauen waren 1997/98 an den Maturittsschulen bereits in grsserer Zahl vertreten als die jungen Männer. Man kann angesichts dieser Tatsache durchaus die frage aufwerfen, ob es neben oder anstelle einer frauenfrderung nicht eine Männerfrderung braucht, weil die Männer auf dem Weg durch die Bildungsinstitutionen häufiger Schiffbruch erleiden.

Die folgenden Ausfhrungen sttzen sich auf Schweizer Daten der Jahre 1997/98 des Bundesamtes für Statistik. Dieses unterscheidet die Primarstufe und die Sekundarstufe I: Sie entsprechen der Primarschule und der Oberstufe und sind Gegenstand der Schulpflicht. Dann folgt die Sekundarstufe II mit Maturittsschulen, Diplommittelschulen und mit der Berufsausbildung in der betrieblichen Lehre und an den Gewerbeschulen. Die Tertirstufe schliesslich umfasst die Lehrerbildungsanstalten, die hhere Berufsausbildung an Fachschulen und die Studien an den Universitten und Polytechniken.

Bekanntlich werden etwas mehr Knaben als Mdchen geboren, aber die Sterblichkeit des männlichen Geschlechts liegt in jedem Alter hher als die der Frauen. In den Altersgruppen der 0 bis 14 und 15 bis 29 Jahre alten Schweizer stellten 1990 die Mdchen und Frauen 48,8 und 48,9 Prozent der Bevlkerung; in hheren Altersklassen nimmt der weibliche Anteil zu. für die folgenden berlegungen kann von einer Geschlechterparitt ausgegangen werden.

Unauffllige Mdchen, schwierige Knaben

Der geringe Knabenberschuss bleibt in der Vorschule und in der Primarstufe erhalten. Dort machen die Mdchen 49,2 Prozent der Schler aus. Werden aber auf der Sekundarstufe I Schulen mit Grundansprchen von solchen mit erweiterten Ansprchen unterschieden, so ergibt sich bei den ersten ein Knabenberschuss von 55,2 Prozent und bei den zweiten ein Mdchenberschuss von 52,1 Prozent, in den Sonderschulen sind die Knaben mit 62,2 Prozent bervertreten. Bereits im Rahmen der obligatorischen Schulzeit beginnen sich folglich ein Knabennachteil und ein Mdchenvorteil abzuzeichnen.

In epidemiologischen Untersuchungen whrend der obligatorischen Schulzeit treten bei Knaben konstant mehr geistige Behinderungen, mehr Sprach-, Lese- und Schreibstörungen und wesentlich mehr Verhaltensaufflligkeiten auf als bei Mdchen. Knaben sind im Vergleich zu diesen körperlich und psychisch weniger reif. Grosse Untersuchungen von Vorschul- und Schulkindern, welche Ausknfte von Eltern und Lehrer mitverwerten, zeigen regelmässig geschlechtsspezifische Unterschiede: Hyperaktivitt, Unkonzentriertheit, Impulsivitt, Aggressivitt, strendes Verhalten treten häufiger bei Knaben auf. Mdchen zeigen dagegen häufiger Symptome von Angst und depressiver Verstimmung.

Wo immer die Leistungsfhigkeit der Schler in standardisierten Tests mit dem Lehrerurteil verglichen worden ist, zeigt sich - was nicht berrascht -, dass die Lehrer Mdchen im Vergleich zu deren effektiver Leistungsfhigkeit eher gnstiger beurteilen als Knaben: Mdchen sind als Gruppe in der Regel eifriger, freundlicher, anhnglicher und machen weniger Schwierigkeiten. Sie sind pflichtbewusster und profitieren dadurch eher von den Angeboten der Schule, sie nutzen die Gelegenheit zum Lernen besser. Bereits in der Kindheit zeigt sich somit ein Geschlechtsunterschied, welcher Knaben benachteiligt und Mdchen begnstigt.

Letztere lassen sich als Gruppe leichter sozialisieren, sie passen sich auch unter Belastung eher an die Gegebenheiten an; wenn sie leiden, so leiden sie diskret. Auch auf familire Konflikte reagieren Mdchen in diesem Alter unspektakulr und viel eher mit Rckzug und Symptomen der Angst und Depression, Knaben eher mit acting out, mit offener Auflehnung, mit Aggressivitt, Stehlen, Weglaufen und Schwnzen. Knaben erscheinen nicht nur in epidemiologischen Untersuchungen als das aufflligere und gefhrdetere Geschlecht; sie sind auch in der Klientel von kinder- und jugendpsychiatrischen Polikliniken bervertreten. In der Sekundarstufe II zeichnet sich, was nach den obigen Ausfhrungen nicht erstaunt, eine bervertretung der jungen Männer in den Berufslehren und eine bervertretung der jungen Frauen in den Mittelschulen ab. 1997/98 gingen von 63 625 Maturittsabschlssen 52,3 Prozent auf das Konto junger Frauen.

Dabei erfolgt die Wahl des Maturittstyps hochgradig geschlechtsspezifisch. Der mathematisch-naturwissenschaftlich orientierte Typus C wies 1997/98 einen Männeranteil von 71,8 Prozent auf, der neusprachliche Typ D einen frauenanteil von 76,2 Prozent. Damit ist der weitere Ausbildungsweg der jungen Männer und Frauen bereits vorgespurt. Junge Frauen besuchen nicht nur etwas häufiger als junge Männer die regulren Mittelschulen, sondern auch die an eine Berufsbildung anschliessenden Maturittsschulen für Erwachsene. Weitaus den grssten frauenberschuss weisen jedoch die Schulen für Unterrichtsberufe (Lehrerseminare auf Mittelschulstufe) sowie die Diplommittelschulen und anderen allgemeinbildenden Schulen auf: In ihnen stellen junge Frauen 80,9 Prozent bzw. 70,1 Prozent der Schlerschaft. Ein vllig anderes Bild ergibt die Berufsausbildung, das heisst die Lehre und der Besuch der Gewerbeschule.

Hier sind junge Männer mit einem Anteil von 58,8 Prozent bervertreten. Schwerpunktmssig fallen dabei die Extrempositionen ins Gewicht: Unter den Jugendlichen, welche sich aus intellektuellen oder emotionalen Grnden auf eine Anlehre beschränken, stellen sie 66,0 Prozent, unter denjenigen, welche whrend der Lehre den Weg zur Berufsmaturitt einschlagen, 82,4 Prozent. Offensichtlich wird hier Versumtes nachgeholt. Die Wahl des Lehrberufs ist genau wie die Wahl des Maturittstyps hochgradig geschlechterspezifisch: In den Bereichen Handel und Verwaltung (kaufmännische Angestellte, Verkuferin), Hygiene und Körperpflege (Coiffeuse), Heilbehandlung (Krankenschwestern), in den Künstlerischen Berufen (Dekorationsgestaltung, Graphik, Musik) und in der früherziehung sind junge Frauen massiv bervertreten.

Der Bereich Industrie und Handwerk weist dagegen einen Männeranteil von 90,3 Prozent und Technische Berufe einen solchen von 76,9 Prozent auf. Frauen sind in der Ausbildung für Dienstleistungen, für Kontaktberufe und für Berufe mit einer sthetischen Komponente berreprsentiert, Männer in der Produktion. Das Spektrum der von Frauen gewhlten Lehrberufe ist eng. Jede zweite junge Frau ergreift eine der folgenden Ausbildungen: kaufmännische Angestellte, Verkuferin, Handelsdiplomandin, Damencoiffeuse, Krankenschwester.

Psychische Anflligkeit

Das Ende der obligatorischen Schulzeit fllt mit einer allmhlichen Vernderung der psychischen Befindlichkeit der jungen Frauen zusammen, die für die westliche Welt in zahlreichen epidemiologischen Quer- und Lngsschnitten belegt ist. Die jungen Frauen fühlen sich im Mittel in diesem Alter wesentlich schlechter als die jungen Männer. Sie begrnden dies häufiger mit Angst- und Depressionssymptomen, mit Körperbeschwerden und einem geringeren Selbstwertgefühl.

Auch bei den jungen Männern nehmen in diesem Alter die Selbstzweifel und die depressiven Verstimmungen zu, aber der Anstieg ist nicht mit demjenigen bei den Frauen zu vergleichen. Zudem treten Aggression und Unruhe, das acting out, bei der Mehrzahl der männlichen Jugendlichen allmhlich zurck. Die grssere Anflligkeit der Frauen als Gruppe für Angst, depressive Verstimmung, Körperbeschwerden und Strungen des Selbstwertgefühls bleibt über alle Altersstufen hinweg erhalten.

Sie drfte eine Rolle spielen, wenn es darum geht, einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen oder im Beruf aufzusteigen und Verantwortung zu bernehmen. Allerdings wre die Ansicht falsch, Frauen seien generell psychisch anflliger. Vom Jugendalter an konsumieren Männer mehr Alkohol und illegale Drogen als Frauen. Bei epidemiologischen Untersuchungen der erwachsenen Gesamtbevlkerung erweist sich die Rate der psychischen Strungen bei Frauen und Männern gleich hoch: Männer sind stärker gefhrdet durch Sucht, Frauen durch Strungen im Bereich der Emotionalitt.

Männerdomne Fachschulen

An Fachschulen befanden sich 1997/98 total 53 181 junge Erwachsene, zu 67,9 Prozent Männer. An den Institutionen, welche die von Männern bevorzugten Berufslehren voraussetzen, ist der Männeranteil unter den Studierenden extrem hoch und der frauenanteil verschwindend klein. (Industrie und Handwerk: 93,7 Prozent; technische Berufe: 94,2 Prozent).

Jedoch spiegelt die hhere Berufsbildung nicht immer die Geschlechterverteilung der Lehrberufe. Zwar absolvieren mehr Frauen als Männer eine Lehre in einem kaufmännischen oder Verkaufsberuf (65,8 Prozent frauenanteil), aber in den Lehrgngen der entsprechenden Fachschulen hat sich das Geschlechtsverhltnis umgekehrt: der Männeranteil betrgt 67,7 Prozent. Fachschulen mit einem hohen frauenanteil lehren Sozialarbeit, Krankenpflege, Hauswirtschaft und Gastgewerbe.

Der frauenanteil an den Hochschulen hat sich in den letzten 50 Jahren vervierfacht. Männer und Frauen unterscheiden sich durch ihre Verteilung auf die Studienrichtungen. Die hchsten frauenanteile haben Pharmazeutik (73,2 Prozent), Veterinrmedizin (67,9), Literaturwissenschaften (67,5), Sozialwissenschaften (65,2), historische und Kulturwissenschaften (51,0). Einen frauenanteil von 40 bis 50 Prozent weisen Humanmedizin (47,2) und Recht (44,5) auf. Zwischen 30 und 40 Prozent liegen Theologie (39,8), Agrar- und Forstwissenschaft (38,0) und Naturwissenschaften (37,8 Prozent). Es folgen die Architektur (29,0 Prozent), die konomie (24,2), die exakten Wissenschaften (13,2) und schliesslich Maschinen- und Elektroingenieurwesen (6,7). In derselben Grssenordnung liegt der frauenanteil in der Informatik.

Welches Geschlecht verdient frderung?

Die statistischen Daten ergeben ein Resultat, das in der Geschlechterforschung gut belegt ist: Männer sind das gefhrdetere Geschlecht. Sie sind bervertreten in den Sonderklassen und untervertreten in anspruchsvolleren Varianten der Oberstufe. Es wurde darauf hingewiesen, dass die meisten verhaltensaufflligen Knaben und jungen Leute im Lauf der obligatorischen Schulzeit ruhiger werden und sich den Normen anpassen. Um so gefhrdeter ist dafr die relativ kleine Gruppe, welcher das nicht gelingt und die möglicherweise die obligatorische Schule nicht beendet, den Einstieg in einen Beruf nicht schafft und schliesslich durch Abhngigkeit von legalen und illegalen Drogen und Kleinkriminalitt gefhrdet ist.

Andererseits sind es die Männer, welche die zukunftstrchtigen Fcher studieren. Sie haben ein umfangreicheres Berufs- und Studienfeld als die Frauen. Dadurch werden ihr beruflicher Aufstieg und ein entsprechender gesellschaftlicher Einfluss wahrscheinlicher. Zudem scheint die Position der Hochschulen schwieriger geworden zu sein. In der Wirtschaft besteht eine Tendenz, Absolventen von Berufslehren und Fachschulen den Studierten vorzuziehen.

Das gilt auch in Dienstleistungsberufen, in welchen Männer zahlenmssig untervertreten sind. Die Zrcher Soziologin Marlis Buchmann stellte anhand von Daten der Volkszhlung 1990 fest: Auch wenn in sogenannten integrierten Berufen, welche von Männern und Frauen ausgebt werden, der Männeranteil klein ist, sind es die Männer, welche aufsteigen. Der berwiegende Teil des Pflegepersonals ist weiblichen Geschlechts, das Kader aber wird berproportional von Männern gestellt. Oder: Trotz der bervertretung der studierenden Frauen in Sprach- und Literaturwissenschaft sind in der Professorenschaft die Männer berreprsentiert.

Die Antwort auf die frage, ob nicht die Knaben und Männer einer speziellen frderung bedürfen, msste lauten: Man sollte auffllige Knaben und junge Männer vor allem vor dem Abgleiten in die Asozialitt schtzen und ihnen eine Ausbildung ermöglichen. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, sorgen Männer in der Regel selber für ihr Weiterkommen.

Nach den Daten der Eidgenssischen Kommission für frauenfragen stieg die Quote der jungen Frauen, die eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II besuchten, von 85 Prozent im Jahr 1980 auf 93 Prozent im Jahr 1995 (Männer: 95 Prozent). Trotzdem hlt die Kommission die gesellschaftliche Stellung der Frauen in beruflicher Hinsicht für unbefriedigend. Diese schnitten zwar im koedukativen System erfolgreicher ab als die Knaben, weil sie unter den Maturanden berwiegen und erst noch im Mittel die besseren Noten erhalten.

Jedoch manifestiere sich eine latente schulische Benachteiligung der Frauen bei der Wahl von Beruf und Studium: Frauen beschränken sich auf eine relativ kleine Zahl von Berufen und Studiengngen und erreichen deshalb viel seltener einflussreiche Positionen.

Traditionelle Rollenmuster

Die schulische Benachteiligung besteht nach Ansicht der Kommission für frauenfragen darin, dass den Mdchen suggeriert werde, sie seien weniger intelligent als die Knaben und ihre Verdienste bestnden vor allem aus einem besseren Betragen. Mdchen erlebten damit in koedukativen Schulen einen heimlichen Lehrplan der Geschlechtererziehung. Im beruflichen Bereich fhrten geschlechtsspezifische Rollenmuster zur Bevorzugung von Dienstleistungen gegenüber der Produktion, und das Fehlen weiblicher Vorbilder verhindere das Vordringen von Frauen in bisher eher den Männern vorbehaltene Berufe. Auch im akademischen Bereich widerspiegle die Fcherwahl die traditionellen Rollenmuster. Unter anderem trage die dominierende männliche Perspektive in der Wissenschaft, welche die Frauen und ihre Lebenswelt ignoriere, an der einseitigen weiblichen Studienwahl Schuld.

Heute stehen in der westlichen Welt den Frauen alle Ausbildungen und alle Studiengnge offen. Frauen whlen aus diesem grossen Feld häufiger als Männer Bereiche, welche mit Sprache, mit menschlichen Beziehungen, mit Versorgung, mit sthetik zu tun haben. Das sind

zugleich Bereiche, welche weniger Ansehen und Einkommen bringen als Produktion und Technik. Ist es plausibel, diese Wahl auf eine unterschwellige Diskriminierung in der Schule zurckzufhren, welche sich weder in den Noten noch im Schulerfolg zeigt? Ist es plausibel, von einem Hindernis durch die männerorientierte Wissenschaft zu sprechen, wenn die Frauen gerade bevorzugt diejenigen Fachrichtungen studieren, in welchen die Geschlechter und ihre allenfalls unterschiedliche Weltsicht eine Rolle spielen: Geschichte, Psychologie, Literatur?

Die Wahl der sprach- und beziehungsorientierten Richtungen in Beruf und Studium entspricht bemerkenswerterweise den Ergebnissen der neueren Hirnforschung und der neuen Methoden zur Erfassung vom Raumwahrnehmung mit Hilfe virtueller Darstellungen: Frauen und Männer als Gruppe weisen auf Grund eines etwas unterschiedlichen Baus und einer etwas unterschiedlichen Funktionsweise des Gehirns leicht unterschiedliche Begabungsschwerpunkte auf. Männer haben eine grssere Leichtigkeit im Umgang mit rumlichen, mathematischen und technischen Problemen; Frauen liegt durchschnittlich eine differenzierte Sprache nher, und sie haben durchschnittlich einen besseren Zugang zu den eigenen und fremden Emotionen und zu deren Ausdruck. In einem freier gewordenen Feld whlt man am ehesten die Gebiete, denen man sich nahe und gewachsen fhlt. Wenn äussere Barrieren der Konvention abgebrochen werden, treten Fhigkeiten und Neigungen unverhllter an den Tag.

Du heiratest ja doch

Auf Grund dieser etwas unterschiedlichen Verteilung der Begabungsstruktur ist es nicht wahrscheinlich, dass sich Frauen je in gleich grosser Zahl technischen Berufen und Studien zuwenden werden wie Männer. Aber es ist auf Grund dieser Verteilung sicher, dass es bei Frauen unerkannte und vernachlssigte technische Begabungen und Interessen gibt, welche individuell gefrdert werden mssten. Es ist zwar kaum mehr vorstellbar, dass Eltern oder Lehrer Tchter oder Schlerinnen von Motoren oder Computern fernhalten mit dem Argument Das ist nichts für Mdchen! oder Du heiratest ja doch. Alle kennen die rasche Entwicklung der Technik und die Instabilitt der Ehen. Aber es ist durchaus denkbar, dass entsprechend begabte und interessierte Frauen zum Beispiel mit Hilfe von Tutoraten durch zustndige Berufsfrauen leichter den Einstieg in einen technisch oder mathematisch orientierten, von Männern dominierten Beruf oder in eine solche Wissenschaft finden und die informellen Hindernisse und das Gefühl, etwas Ungebruchliches zu tun, so eher berwinden.

Die Schwierigkeiten, welche junge Männer und junge Frauen auf dem Weg zu ihrem Beruf vorfinden, sind ganz unterschiedlicher Art.

Wer deren unterschiedliche Voraussetzungen nicht anerkennt und unentwegt Diskriminierung ins Feld fhrt, hilft keinem der Geschlechter.

* Ccile Ernst, Dr. med. und Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Psychiatrischen Universittsklinik Zürich.

 

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